Weinbergschnecke

am Weg entdeckt

Weinbergschnecke

Diese auf Augenhöhe am Baum vor sich hin dösende Weinbergschnecke kann uns einiges lehren.

Es ist ihr völlig Wurst, ob sie zu dieser oder jener Schneckenfamilie gehört. Neuere Erkenntnisse bezüglich der Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den einzelnen Schneckengruppen führten nämlich zur Umstellung ganzer Taxonomien.

Wenn es ihr zu aufregend oder anstrengend wird, zieht sie sich in ihr Häuschen zurück und sammelt sich bzw. neue Kräfte.

Sie hat alles, was sie braucht, aber nie mehr als das.

Sie fällt kaum auf und nie runter.

Weinbergschnecken können Kältestarrre und Trockenstarre, ernähren sich von welken Pflanzenteilen und Algenbewüchsen und sind überhaupt echte Lebenskünstler.

Eine ausgewachsene Weinbergschnecke wird bis zu 10 cm lang und etwa 30 g schwer. Das Schneckenhaus erreicht bei einer ausgewachsenen Weinbergschnecke einen Durchmesser von etwa 3 bis 5 cm. Es ist meist schmuddelig strohgelb mit quer verlaufenden Riefen, aber auch Brauntöne von beige bis dunkelbraun sind möglich. Manchmal ist das Gehäuse Ton in Ton gebändert. Es hat fast immer die Form einer rechtsgängigen Schraube. Nur bei etwa einem von 20.000 Exemplaren ist sie linksgängig. Diese Tiere nennt man auch Schneckenkönig. Der wissenschaftliche Gattungsname Helix bezieht sich auf die Schraubenform des Gehäuses. Die Schnecke ist in der Lage, leichte bis mittelschwere Beschädigungen an ihrem „Haus“ zu reparieren.
Beim Hochkriechen an Wänden (oder Bäumen) verhindert die bindende Wirkung des Sekrets verbunden mit einer Saugwirkung des Kriechfußes das Herunterfallen der Schnecke.

Schon die Preußischen Staatseisenbahnen beschäftigten sich mit der „Beförderung von Weinbergschnecken“ als Nahrungsmittel. Obwohl Weinbergschnecken heute nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen streng geschützt sind, sind Schnecken als Lebensmittel weiter in vielen Ländern gebräuchlich. Besonders in Frankreich gelten sie als Delikatesse. Die Schnecken im Lebensmittelhandel stammen daher heute meist aus der Schneckenzucht. Sie kommen aus Burgund, dem Schweizer Waadtland und aus Süddeutschland. Auf der Schwäbischen Alb werden sie als so genannte Albschnecken produziert und vermarktet. Man isst in der Regel ein halbes oder ganzes Dutzend als Vorspeise, in sogenannten „Schneckenpfännchen“ mit Kräuterbutter im Backofen zubereitet.

In Deutschland sind Weinbergschnecken nach Anlage 1 zur Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt“

(Quelle Wikipedia)

Bleibt noch die Frage offen, ob es sie ihre ganze Jugend gekostet hat, jenen Baum zu erklimmen? Zumal sie wieder im Abstieg begriffen zu sein scheint …

 

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Die Weinbergschnecke

Die Weinbergschnecke

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veröffentlicht am: 07.09.2018

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