Gipsbrüche bei Sperenberg

gewandert am: 17.06.2017
Region: ,
benötigt: nix außer Spaß am Laufen

Startpunkt: Sperenberg
Ziel: Sperenberg
Entfernung: 7 km
höchster Punkt: m

Erreichbarkeit mit Öffis:

super
okay
dürftig
gar nicht

Die Gipsbrüche bei Sperenberg hätte ich vermutlich nie wahrgenommen, wenn komoot mich nicht drauf gestupst hätte. Dort lässt es sich vortrefflich nach Touren stöbern. Also bei komoot. Bei den Gipsbrüchen hingegen stöberte ich mitten im naturgeschützten Teichgebiet den einzigen Hundehaufen weit und breit auf. Anschließend dekontaminierte die Schuhsohle am felsigen Ufer von Gipsloch 3, während wir unser Mittag oberhalb und die hellen kleinen Fische ihres unterhalb der Wasserlinie mümmelten.

Die Gipsbrüche waren ehemals ein Tagebau, in welchem seit dem 12. Jh Gips abgebaut wurde und 1867 bis 1871 mit über 1000 m  das damals tiefste Bohrloch der Welt gebohrt wurde.
Nach 1958 wurde das Gebiet nicht mehr bewirtschaftet und im Jahr 1998 unter Naturschutz gestellt. Die gefluteten Teiche und ihr grüner Kragen bilden ein einzigartiges Biotop mit so seltenen Pflanzen, dass der Schutz dieses Gebietes sogar auf EU-Ebene von Interesse ist.
Schautafeln am oberen Rand der Gipsbrüche, der an Aussichtspunkten zudem Einblicke in das Areal bietet, erläutern die Enwicklung und ehemalige Nutzung der Gipsbrüche. Weitere Schautafeln zwischen den Restlöchern beschreiben die seltene Flora (Steppen-Lieschgras, das Sand-Fingerkraut, die Karthäusernelke das Rötliche Fingerkraut sowie den Ährigen Blauweiderich, Feld-Rose und die Duftarme Rose) und Fauna. In den Sperenberger Gipsbrüchen wurden bislang rund 90 Schmetterlingsarten nachgewiesen, dazu zählen der Tagfalter, Eulenfalter, Spanner, Zünsler und der Wickler. Ebenso sind die Zauneidechse sowie der Moorfrosch dort heimisch. Weiterhin wurden der Eisvogel sowie der Buchfink nachgewiesen. (Quelle: Wikipedia)

Bevor wir in dieses kleine Paradies eintauchten, erklommen wir den Gipsberg mit gleichnamigem Aussichtsturm. Obwohl nicht wirklich hoch bietet sich von dort ein weiter Blick ins flache Land. Die Gipsbrüche sind von dort allerdings nicht auszumachen.

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Dem Pfad hangabwärts folgend gelangt man zum Feldrand, der zugleich Panoramaweg ist. Wir folgten dem schmalen Pfad die Abbruchkante hinunter und erkundeten Gipsloch 1 bis 3.

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Auf dem breiten Feldweg zum Faulen Luch passierten wir Relikte einer ehemaligen LPG, sowie Gipsloch 3. Das Faule Luch, das nicht im Zusammenhang mit den Gipsbrüchen steht, bietet eine schöne Bereicherung der kleinen Rundtour.

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Die Orientierung war auf dem letzten Abschnitt etwas schwierig, aber hält man sich entlang des Feldrandes, führt einen dieser zu den oben genannten Aussichtsstellen und anschließend zurück Richtung Sperenberg via Gipsturm.

veröffentlicht am: 29.06.2017

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